News

Werkstatt trifft Werkstatt
Dienstag, 15. April 2008

Lehrlinge der VP Bank und der CNC Mechanik AG tauschen Rollen. Die Kombination einer Privatbank und eines Hightechunternehmens machte den Rollentausch für die Lehrlinge besonders interessant.

 

Gewiss ist: Alle Beteiligten sind um wertvolle Erfahrungen reicher. «Die Lehrlinge sollen verschiedene Einblicke in konträre Lehrberufe gewinnen und Erfahrungen austauschen», beschreibt Christian Alge, Ausbildner bei der CNC Mechanik AG, das Hauptziel des Austauschprojekts «Werkstatt trifft Werkstatt». Letztlich solle dies zu einem besseren Verständnis für die Anforderungen und Bedürfnisse anderer Berufsgruppen führen, um so auch Vorurteile abzubauen. Mit der VP Bank konnte ein Unternehmen für diese Idee gewonnen werden, das - eher unüblich für eine Bank - im Unternehmen selbst eine eigene Werkstatt betreut. In der sogenannten Lernwerkstatt werden die angehenden Banker gezielt auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. Kurzum: In den ersten 18 Monaten üben sie verschiedene Tätigkeiten im Backoffice, beispielsweise im Zahlungsverkehr und der Wertschriftenverarbeitung, aus; in der zweiten Hälfte der Lehre werden die Lernenden zu Kundenberatern ausgebildet, wobei sie Kunden im Alter von 15 bis 25 Jahren bereits selbst betreuen.


Gar nicht so anders
Während zweier Tage konnten Patrick Mali und Oliver Müssner von der CNC Mechanik AG praxisnah miterleben, was die gleichaltrigen Banklehrlinge in ihrer Ausbildung erlernen und welche Herausforderungen sie täglich zu bewältigen haben.«Wir haben gemerkt, dass bei den Bankern nur die Fassade schick ist, ansonsten sind sie gar nicht so anders», meint Patrick Mali.Auch die Arbeit in der Bank könne anstrengend sein, wobei Oliver Müssner einen wesentlichen Unterschied erkannt hat: «Wir haben bei der Arbeit nie Kundenkontakt, bei der Bank ist dies, vor allem an der Front, ganz anders.» Ebenso spannend zeigte sich den Lernenden der VP Bank, Stephanie Reinero und Linus Schädler, das Aufgabengebiet der Systemlösungsanbieterin, CNC Mechanik AG.


Präzision als oberste Devise
Während dreier Tage wurden die Jungbanker mit Hochpräzisionsmaschinen vertraut gemacht, auf knifflige Arbeitsschritte hingewiesen und auch bei Problemstellungen miteinbezogen. «Mich hat beeindruckt, wie Polymechaniker bereits im 1. Lehrjahr so komplizierte Objekte geometrisch berechnen und perfekt ausführen können», blickt Linus Schädler auf seine Austauschtage zurück. Positiv überrascht zeigt er sich zudem über das Interesse der beiden CNCLehrlinge am Bankwesen, denn sie seien lernwillig und stets offen für Einblicke in komplexe bankspezifische Themen gewesen.Vorurteile abgebaut hat auch Stephanie Reinero: «Ich weiss jetzt, dass der vielfältige Beruf eines Polymechanikers für eine Frau auch geeignet ist, da man nicht viel Kraft, sondern Geschick und Genauigkeit braucht.» Alle Beteiligten sind sich einig, dass mit den Austauschtagen innert kürzester Zeit viele Parallelen und Gegensätze zwischen zwei konträren Berufen aufgezeigt werden konnten. Zufrieden zeigen sich auch Karl Walch, Leiter Group Human Resources Management bei der VP Bank, und Herbert Büchel, Inhaber der CNC Mechanik AG, welche mit ihrem Rotary-Netzwerk den Lehrlingsaustausch initiiert haben.


Diese Seite per E-Mail versenden

Andere Artikel anzeigen